Quarantäne für Kontaktpersonen – auch ohne Anruf des Gesundheitsamtes

Betroffene können wichtige Informationen online im Quarantäne-Wegweiser erfahren

Das Infektionsgeschehen im Landkreis Leer bleibt dynamisch. Weil es in Niedersachsen nur noch wenige Corona-Beschränkungen gibt, haben die Menschen entsprechend mehr Kontakte im Berufs- und Privatleben. Die Folgen sind ein höheres Ansteckungsrisiko und konstant hohe Fallzahlen. Das zwingt den Landkreis nun zu einem Strategiewechsel in der Nachverfolgung von Kontakten. „Wir können nicht mehr jeden Kontakt anrufen. Wir konzentrieren uns auf Einrichtungen wie Pflegeheime und Schulen sowie enge Familienangehörige“, teilt das Gesundheitsamt mit: „Für die übrigen Kontaktpersonen ist die Behörde auf die Mithilfe und die Eigenverantwortung der betroffenen Personen angewiesen.“ Ausführliche Informationen für alle Kontaktpersonen hat der Landkreis Leer auf der Homepage unter www.landkreis-leer.de/Quarantäne-Wegweiser bereitgestellt.

Die Infektionszahlen im Landkreis Leer bleiben auf einem konstant hohen Niveau, die 7-Tages-Inzidenz steigt weiter an. Zuletzt hatte der Landkreis 50 bis 70 Neuinfektionen pro Tag zu verzeichnen. „Das öffentliche Leben ist derzeit kaum beschränkt. Jeder der betroffenen Infizierten hat daher vielfältige Kontakte im Privat- und Berufsleben“, erklärt Heike de Vries, Leiterin des Gesundheitsamtes beim Landkreis Leer. Die Containment-Strategie, also die Eindämmung des Infektionsgeschehens, ist sehr aufwändig und zeitintensiv. „Die aktuelle Lage zwingt uns dazu, die Kontaktpersonen zu kategorisieren und Schwerpunkte zu setzen.“

Das Gesundheitsamt in Leer setzt bei der Ermittlung und Benachrichtigung von Kontaktpersonen jetzt auf die Bearbeitung von größeren Ausbruchsgeschehen in Einrichtungen, Kitas und Schulen sowie auf den Schutz vulnerabler Gruppen, also besonders gefährdeter Menschen wie beispielsweise Bewohner in Alten- und Pflegeheimen.

Das bedeutet: Nicht jede Kontaktperson wird mehr routinemäßig vom Gesundheitsamt benachrichtigt. Ist jemand infiziert, müssen sich dessen enge Kontaktpersonen umgehend in Quarantäne begeben, wenn sie nicht geimpft oder genesen sind – ganz gleich ob Arbeitskollegen, Freunde oder Haushaltsangehörige. „Diese Pflicht besteht auch ohne Anruf aus dem Gesundheitsamt“, betont der Landkreis Leer. So sieht es die Absonderungsverordnung des Landes Niedersachsen vor, die die Gesundheitsämter im Bereich der Kontaktnachverfolgung entlasten soll. Die betroffene Person müsse die engen Kontaktpersonen frühzeitig selbst informieren. Eine Hilfestellung mit ausführlichen Informationen für alle Kontaktpersonen soll der Quarantäne-Wegweiser der Kreisverwaltung sein, der unter www.landkreis-leer.de/Quarantäne-Wegweiser zu finden ist.

 

 

Corona: 3G-Regeln greifen ab Mittwoch im Kreisgebiet Leer

Corona: 3G-Regeln greifen ab Mittwoch im Kreisgebiet

Leitindikator „Neuinfizierte“ überschritten / Inzidenz von 114,3

 

Im Landkreis Leer gelten ab Mittwoch verschärfte Corona-Maßnahmen. Der Zugang zu Veranstaltungen und Einrichtungen sowie die Inanspruchnahme von bestimmten Leistungen wird ab dem 3. November auf vollständig Geimpfte, Genesene und Getestete (= 3G) beschränkt. Grund für die Verschärfungen ist die stabile Grenzwertüberschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen: Der Leitindikator „Neuinfizierte“ liegt im Landkreis Leer seit nunmehr fünf Werktagen in Folge über 50, womit die Kreisverwaltung nach der aktuellen Niedersächsischen Corona-Verordnung per Allgemeinverfügung die Beschränkung auf 3G anzuordnen hat.

Die Zahl der Neuinfektionen steigt bundesweit weiter an. Auch der Landkreis Leer ist von einer vierten Infektionswelle betroffen. Lag die Inzidenz vor einer Woche noch bei 49,0, sind in den vergangenen Tagen die Fallzahlen stark angestiegen. Mit 60,6 Neuinfizierten auf 100.000 Einwohnern innerhalb der letzten 7 Tage lag der Landkreis Leer am 27. Oktober erstmals oberhalb der Inzidenz von 50. Es folgten sprunghafte Anstiege auf 80,5, 81,1 und 98,6. Mit einer heutigen Inzidenz von 114,3 liegt der Landkreis Leer nunmehr fünf Werktage oberhalb von 50.

Für den Landkreis Leer gelten ab Mittwoch aufgrund der aktuellen stabil hohen 7-Tages-Inzidenz die Regeln der Stufe 1. Bei weiter steigender Inzidenz sind auf Grundlage der niedersächsischen Corona-Verordnung weitere Beschränkungen noch nicht vorgesehen, hier müsste neben der 7-Tages-Inzidenz insbesondere die landesweite Hospitalisierungsrate, die als zentraler Leitindikator fungiert, maßgeblich steigen. Diese liegt aktuell bei 3,8 und damit unterhalb der Stufe 1.

Die Änderungen ab dem 3. November im Überblick:

Die Teilnahme an Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mehr als 25 Teilnehmenden ist nur für Geimpfte, Genesene und negativ Getestete möglich. Gleiches gilt für Theater, Kinos, Spielhallen sowie in die geschlossenen Räume in Zoos und Freizeitparks geschlossenen Räume.

Ausgenommen sind religiöse Veranstaltungen und Sitzungen von politischen Gremien. Diese dürfen weiterhin uneingeschränkt besucht beziehungsweise durchgeführt werden.

Der Zutritt zu Restaurants, Gaststätten und Bars in geschlossenen Räumen ist nur nach Vorlage eines negativen Testergebnisses, eines Impf- oder Genesenennachweises zulässig.

Körpernahe Dienstleistungen (zum Beispiel Friseur, Kosmetik, Massage, Tattoo) sowie Medizinische Dienstleistungen (zum Beispiel Physiotherapie, Fußpflege und Prostitution) dürfen nur noch mit Geimpften- oder Genesenennachweis oder negativen Testnachweis entgegengenommen werden.

Ausgenommen sind die medizinisch notwendigen körpernahen Dienstleistungen aufgrund einer ärztlichen oder zahnärztlichen Behandlung beziehungsweise von Behandlungen durch Heilpraktiker oder Psychotherapeuten.

Sportanlagen in geschlossenen Räumen wie beispielsweise Sporthallen, Fitnessstudios, Schwimmhallen oder Saunen sowie deren Duschen und Umkleiden können nur durch geimpfte, genesene und getestete Personen genutzt werden.

Mit Blick auf die Beherbergung von Gästen ist, sofern kein Impf- oder Genesenen-Nachweis vorliegt, zusätzlich zum Anreisetag zweimal wöchentlich ein negativer Test benötigt.

 

Wer nicht geimpft oder genesen ist, braucht einen maximal 24 Stunden alten negativen Schnelltest oder einen PCR-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist. Auch amtlich zugelassene Tests zur Eigenanwendung, so genannte Selbsttests, sind gestattet, wenn sie im Beisein des Dienstleisters oder Veranstalters durchgeführt werden.

Befreit von der 3G-Pflicht sind Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres.

Alle Infos zu den geltenden Regelungen, Möglichkeiten zur Testung und Impfung sowie aktuelle Fallzahlen online unter www.landkreis-leer.de/Coronavirus.

Kontaktdaten:
Landkreis Leer
Bergmannstraße 37
D-26789 Leer

Osnabrücker Staatsanwaltschaft und Polizei zerschlagen Ring um illegale Pay-TV Plattform – Schaden liegt bei über einer Million Euro

Osnabrücker Staatsanwaltschaft und Polizei zerschlagen Ring um illegale Pay-TV Plattform - Schaden liegt bei über einer Million Euro

Osnabrück/Sulingen/Hamburg/Berlin/Enger/Gütersloh/Bochum (ots)

Ein empfindlicher Schlag gegen eine illegale Pay-TV-Internetplattform ist der Zentralstelle Internet- und Computerkriminalität (Cybercrime) der Staatsanwaltschaft Osnabrück und den Cybercrime-Experten der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Osnabrück gelungen. Zehn Beschuldigte konnten nach über einjähriger Ermittlungsdauer ausgemacht werden – darunter auch der 34-jährige mutmaßliche Kopf der Bande. Über 1.300 Fälle sind der Polizei bis jetzt bekannt geworden. Der entstandene Schaden dürfte nach den bisherigen Ermittlungen bei über 1,3 Millionen Euro liegen. „Osnabrücker Staatsanwaltschaft und Polizei zerschlagen Ring um illegale Pay-TV Plattform – Schaden liegt bei über einer Million Euro“ weiterlesen

Totalausfall: Facebook, Instagram und Whatsapp sind down​

Wie HEISE.de berichtet sind Facebook, Instagram und Whatsapp derzeit offenbar weltweit offline.

Auch hierzulande berichten tausende Nutzerinnen und Nutzer bundesweit, dass die beliebten Social-Media-Plattformen nicht erreichbar sind. Beim Aufruf von Facebook und Instagram kommen Fehlermeldungen; Whatsapp-Nachrichten werden nicht zugestellt. Laut dem Störungsbarometer allestörungen.de gingen die ersten Meldungen kurz nach 17 Uhr ein. Auch auf Twitter beklagen sich Betroffene über die Ausfälle.

Die Meldungen lassen darauf schließen, dass die Facebook-Dienste weltweit betroffen sind. Ersten Hinweise zufolge handelt es sich um ein DNS-Problem: Die Webadressen facebook.com und whatsapp.com werden vom weltweiten Domain Name System nicht erkannt, sind also keine IP-Adresse zugeordnet, und antworten nicht. Instagram.com löst zwar den Namen korrekt auf, der Dienst greift aber vermutlich auch auf Ressourcen von facebook.com zurück.

Alle drei Dienste gehören zum Facebook-Konzern, der den Ausfall vor Kurzem auf Twitter bestätigt hat. Derzeit hätten „einige Leute“ Schwierigkeiten, auf die Apps zuzugreifen, heißt es da. „Wir arbeiten daran, so schnell wie möglich zum Normalzustand zurückzukehren.“ Zu den Ursachen macht das Unternehmen noch keine Angaben.

(vbr)

Zensus 2022: Landkreis Leer richtet Erhebungsstelle ein

Im kommenden Jahr gibt es wieder eine Bevölkerungs- und Wohnungszählung

Im kommenden Jahr wird es in Deutschland wieder eine Bevölkerungs- und Wohnungszählung geben, den Zensus 2022. Dafür richtet der Landkreis Leer eine örtliche Erhebungsstelle ein. Zuständig ist sie für den gesamten Landkreis Leer einschließlich der Stadt Leer. Für die kommunale Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Stadt haben Landrat Matthias Groote und Bürgermeisterin Beatrix Kuhl im August 2021 einen öffentlich-rechtlichen Vertrag unterzeichnet. „Zensus 2022: Landkreis Leer richtet Erhebungsstelle ein“ weiterlesen

Niedersächsische Corona-Verordnung (gültig ab 22. September 2021)

Änderung der niedersächsischen Corona-Verordnung: Gut geschützt in den Herbst – mehr Möglichkeiten durch mehr 2G.

Für den Herbst rechnen viele Expertinnen und Experten mit einem deutlichen Anstieg der Infektionen und vor allem auch mit einer höheren Zahl von vor allem ungeimpften Corona- Erkrankten in den Krankenhäusern. Damit Niedersachsen gut geschützt in den Herbst geht, sieht die geänderte Corona-Verordnung auch weiterhin sowohl präventive Maßnahmen vor als auch weitergehende Sicherheitsvorkehrungen für Situationen, in denen eine Ansteckung mit dem COVID-19 Virus droht.

Die Indikatoren werden an die zwischenzeitlich erfolgten Veränderungen in § 28 a des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) angepasst – neuer Leitindikator wird dementsprechend die „Hospitalisierung“ (Neuaufnahmen). Die Warnstufen zwei und drei werden ausgestaltet (siehe auch beigefügte Grafik). Erweitert werden die Möglichkeiten für Betreiberinnen und Betreiber sowie Veranstalterinnen und Veranstalter freiwillig auf die 2G-Regel überzugehen mit der Folge, dass auf Abstand, Maske und zum Teil auch auf eine Kapazitätsbegrenzung verzichtet werden kann. In einigen Bereichen wird ab Warnstufe zwei bzw. Warnstufe drei dann die 2G-Regel verpflichtend.
Die geänderte Verordnung orientiert sich dabei an folgenden Grundsätzen: „Niedersächsische Corona-Verordnung (gültig ab 22. September 2021)“ weiterlesen

Rebecca fühlt sich nachdenklich

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Vor kurzem hab ich mir eine Gesprächsrunde angesehen, in der Leute aus der Entertainment-Szene über die positiven und negativen Erfahrungen im Internet parlierten.

Mir fiel extrem auf, wie viele Anglizismen benutzt wurden, kaum ein Satz kam ohne Wörter wie nice, fame, hate ect aus. Irgendwann war ich davon ein wenig genervt, und kam nicht umhin, mich zu fragen, ob ich nicht echt zu alt für den Scheiß bin.
Klar, in meiner Jugend (fuck! Ja, auch ich bin alt! 😉) war es auch schon in, Begriffe wie cool, okay oder crazy zu benutzen. Sprache befindet sich stetig im Wandel, Altes geht, Neues kommt, manchmal wird Altes wieder ‚hip‘.

Übertreibt es die Jugend womöglich mit der Aufnahme vieler englischer oder auch arabischer Begriffe (Worte wie Babo zb) in den modernen Wortschatz? Es ist gesellschaftlich vollkommen akzeptiert, die Jugend ist halt so, jedes Jahr kürt irgendeine Institution das Jugendwort des Jahres. Ich selbst merke ja auch, dass es für gewisse Begriffe praktisch kein deutsches Wort mehr gibt. Das stört aber, glaub ich, keinen.

Wenn Sprache sich seit dem Anbeginn derselben sich stetig wandelt, warum haben manche dann so ein Riesenproblem damit, dass manche Bevölkerungsgruppen oder Ethnien sich von ach so lieb gewonnenen Sprachgewohnheiten diskriminiert fühlen!?
Negerkuss.. Wie kann man sooo einen niedlichen Begriff den armen Kindern wegnehmen?!

Zigeunersosse…. Also, das geht zu weit! Des hat man scho immer so gesagt!
Ja, warum auch, fühlen sich doch bloss Minderheiten ein bisschen ans Bein gepinkelt…
Ich hab im Zuge einer solchen Diskussion mal jemandem vorgeschlagen, dass es dann doch auch nicht so tragisch wäre, wenn man uns permanent als Nazis bezeichnen sollte. Hat doch auch schon fast 100jährige Tradition, und wir Deutschen sind doch eh alle gleich (was der Begriff meiner Meinung nach impliziert). Ist für viele vielleicht auch schon ein lieb gewordenes Wort, genau wie der Drecks-Ossi, Scheiß-Wessi oder der Saupreiß…
Nur, weil viele Begriffe in unserem Sprachgebrauch heimisch sind, heisst das nicht, dass sie für immer und ewig in Stein gemeisselt sind, und weiterhin so benutzt werden müssen oder sollten.

Kein anständiger Mensch würde einen Schwarzen als N.. ger bezeichnen oder einen Juden als Untermenschen. Wohl gemerkt: ANSTÄNDIGE Menschen!

Für rassistische, dumme Idioten kann ich natürlich nicht sprechen. Aber es sind nicht mal solche Deppen, die sich darüber muckieren, sondern Otto Normalverbraucher….

Sad but true.

Eure Rebecca R.